Paddeln in der Lagune
Neun Waldorfschüler mit selbstgebautem Boot beim Vogalonga am Start Uber fünf Stunden auf Venedigs Gewässern unterwegs

Das Waldorf-Boot unter zahlreichen Mitpaddlem in der Logune . Fotos (2): pr
HAMM/VENEDIG. Um Punkt 9 Uhr ertönte am Dogenpalast das Startsignal - ein durchdringender Kanonendonner! 1 600 Boote hatten sich im Canale di San Marco zur Vogalonga 2011 in Venedig aufgereiht und warteten gespannt auf diesen Moment.
Mit am Start in einem selbstgebauten Boot, einem Umiak: neun Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 der Freien Waldorfschule Hamm. Dann hallten Kommandos über das Wasser, die Trommler der Drachenboote gaben den Takt vor, die Steuerleute der Ruder- und Paddelboote aus ganz Europa feuerten ihre Mannschaften an und das durch die vielen tausend Ruder aufgewühlte Wasser rauschte vernehmlich. Schon bei der Anfahrt zum Startpunkt waren die Hammer Schüler innerlich bewegt, als sich vor ihnen bei strahiendem Sonnenschein der Canal Grande öffnete. Das Rennen bringt eigentlich die Liebe und die Sorge um die Stadt Venedig zum Ausdruck, indem es alljährlich auf den Wellenschlag der Motorboote aufmerksam macht, welcher in verheerender Weise die Bausubstanz Venedigs schädigt. Bereits vor den Osterferien begannen die ersten Trainingseinheiten auf dem Kanal in Hamm. Weitere Einheiter folgten, unter anderem auf der Möhne. Während des Vorbereitungszeit fand die Mannschft immer besser zusammen, so dass sie sich vorstellen konnte, die 30 Kilometer in Venedig auch bei Gegenwind und Wellen zu überstehen. Tatsächlich hielt die Mannschaft gut durch. Erst mit der Zeit ließen die Kräfte nach, doch die Besatzung hielt zusammen und wurde letztlich durch eine herzliche Begrüßung der Venezianer gegen Ende des Rennens belohnt. Sichtlich geschafft aber stolz und gIücklich überfuhren die Schüler nach fünf Stunden und 20 Minuten die Ziellinie. Als Erinnerung gab es T-shirts und Medaillen. WA
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